Die Energiekosten steigen ungebremst weiter

Beiliegendem redaktionellen Beitrag der „klügsten Zeitung Deutschlands“, der Frankfurter Allgemeinen, können Sie entnehmen:

Die jetzt schon hohen Stromkosten werden Jahr für Jahr weiter steigen.

Kernaussagen dieses hochinteressanten Artikels:
Die Kosten der Energiewende werden heute auf eine Billion Euro geschätzt (Peter Altmaier, CDU).
Der ehemalige Energieminister, Jürgen Trittin, meinte seinerzeit, die zusätzlichen Energiekosten pro Familie seien nicht mehr als eine Kugel Eis (was sagt man dazu).
Insbesondere leiden Gewerbekunden unter diesen hohen Energiekosten.
Auch der derzeitige Wirtschaftsminister, Sigmar Gabriel, konnte die steigenden Kosten nicht bremsen.
Weitere Kosten kommen auf den Stromkunden durch den Ausbau der Windparks in der Nordsee zu.
Für unsere Gewerbekunden besonders schön, wenn wir ihnen einen Vier-Jahres-Vertrag liefern und damit Teile der Gesamtkosten für vier Jahre bremsen.

Wissenswertes:

EEG 2017
Soeben wurde die neue EEG-Umlage für das kommende Jahr veröffentlicht:

EEG 2016: 6,354 ct/kWh
EEG 2017: 6,880 ct/kWh

Steigung um somit gut 8 %.

Umlage für Abschaltbare Lasten

Mit abschaltbaren Lasten (AbLav) sind strom¬intensive Industrieprozesse gemeint, die kurzfristig abgeschaltet oder gedrosselt werden können, wenn die Stromnetzfrequenz dies erfordert. Große Unternehmen, die ihren Strombezug freiwillig kurzzeitig unterbrechen, erhalten von ihrem Netzbetreiber eine gesetzlich festgelegte Prämie.

Die ausgezahlte Prämie für abschaltbare Lasten wird von den Netzbetreibern weitergereicht und so letztlich auf die Endverbraucher umgelegt. Die Umlage beträgt 2017: 0,006 ct kWh.

Kilowattstunde

Eine Kilowattstunde ist keine Stromstärkeeinheit, sondern die gebräuchliche Einheit für elektrische Leistung bzw. elektrische Energie. Wandelt eine Solaranlage mit einer Leistung von einem Kilowatt eine Stunde lang Sonnenlicht in elektrische Energie (Strom) um, so entspricht dies einer Energiemenge von einer Kilowattstunde. Mit einer Kilowattstunde Strom kann man:

• 1 Hefekuchen backen
• 70 Tassen Kaffee kochen
• 2 Tage lang einen Kühlschrank laufen lassen
• 1 Trommel Wäsche waschen
• 15 Hemden bügeln
• 7 Stunden lang fernsehen
• 40 Stunden lang CDs hören
• sich 2 Jahre lang mit einem elektrischen Rasierer rasieren
• 30 Liter Wasser für eine Dusche auf 37°C zu erwärmen
• 25 Stunden mit einer 40 Watt Glühbirne einen Raum beleuchten
• 7 Jahre lang 3x täglich mit einer elektrischen Zahnbürste die Zähne putzen

Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz

Ab dem 01.01.2017:

KWKG-Umlage in Höhe von 0,438 ct/kWh auf die nichtprivilegierten Letztverbräuche.

(2016: 0,445 ct/kWh)

Somit eine Senkung von 0,007 ct/kWh
Stromsteuer

Die Stromsteuer ist eine gesetzlich geregelte Verbrauchssteuer, die seit 1999 auf Grund des Gesetzes zur ökologischen Steuerreform erhoben wird.

Besteuert wird der Verbrauch bzw. die Entnahme aus dem Netz im deutschen Steuergebiet. Die Stromsteuer wird vom Energieversorger erhoben und an das Hauptzollamt abgeführt. Die Stromsteuer beträgt derzeit 2,05 ct je kWh


ERDGAS

Erdgas deckt heute in Deutschland rund 22 % des Primärenergieverbrauchs und ist die wichtigste Heizenergie. Inzwischen werden fast 50 % der Wohnungen mit dieser Energie beheizt.

Diese Position verdankt Erdgas neben seiner Wirtschaftlichkeit und zahlreichen Anwendungsvorteilen auch seinen Umwelteigenschaften:Es ist der emissionsärmste fossile Brennstoff; bei seiner Verbrennung entstehen so gut wie kein Schwefeldioxid, Ruß oder Staub. Der CO2-Ausstoß ist ebenfalls vergleichsweise gering (CO2 gilt als wichtigstes klimabelastendes „Treibhausgas”).

Ein weiterer Vorteil betrifft speziell die Brennstoffzelle. Aus Erdgas lässt sich mit vergleichsweise geringem Aufwand Wasserstoff gewinnen. Es hat von allen fossilen Brennstoffen das beste Kohlenstoff- Wasserstoff-Verhältnis, da es überwiegend aus Methan (CH4 ) besteht. Außerdem ist eine gut ausgebaute Versorgungs-Infrastruktur vorhanden.

Deshalb ist Erdgas kurz- und mittelfristig der wichtigste Wasserstofflieferant für stationäre Brennstoffzellen, langfristig gilt es als Brücke zur Wasserstoffwirtschaft.

Smart Meter

 

Was ist Smart Metering eigentlich?

 

Smart Metering ist eine kommunikationsfähige elektronische Messeinrichtung – auch intelligenter Zähler genannt. Diese Messeinrichtung gibt Ihnen Informationen darüber, wann Sie wie viel Energie verbrauchen. Außerdem ermöglichen Smart Meter eine selbständige Kommunikation zwischen dem Zähler und dem Netzbetreiber. Mit dem intelligenten Zähler werden also die Zählerstände genauso wie mit dem normalen Zähler erfasst. Aber im Gegensatz zu den normalen, schwarzen Drehstromzählern ist mit den intelligenten Zählern eine jährliche Ablesung nicht mehr nötig. Denn er übermittelt die Daten direkt an den jeweiligen Anbieter. Smart Meter gibt es übrigens für Strom, Erdgas und Wasser, sowie für Fernwärme.

 

…was steckt genau dahinter?

 

Wer seinen Energieverbrauch und seine Kosten kennt, kann mit intelligenten Stromzählern Potenziale aufdecken. Smart Meter ermöglichen eine kontinuierliche Aufzeichnung und Informationen über den eigenen Energieverbrauch. Verbrauchsdaten können dann an ein geeignetes Softwareprogramm übermittelt und so analysiert werden. Dies ermöglicht die kontinuierliche Überprüfung von Energieverbrauch und Energiekosten. Allerdings: wer nicht jeden Tag zu Hause am PC oder Laptop sitzen möchte, kann das gesamte Potential des Zählers kaum ausnutzen. Zumal eine solche Software, mit der man zum Beispiel die eigenen Haushaltsgeräte so steuern kann, dass Sie dann laufen, wenn die Energiepreise gerade günstig sind, zum Teil noch nicht verfügbar sind.