Sinken in 2017 die Strompreise ?

Das sagt das BMWI Zitat:
Bereits mit dem EEG 2014 konnte der Kostenanstieg beim Strompreis durchbrochen werden – Sowohl die Haushaltsstrompreise als auch die Strompreise für die Industrie sind seit 2013 stabil. Auch das EEG 2017 soll dazu beitragen, dass Strom für alle bezahlbar bleibt. Ob das Gesetz aber zu sinkenden Strompreisen führt, lässt sich nicht so einfach beantworten.

Der Strompreis hängt von vielen Faktoren ab, zum Beispiel von den Weltmarktpreisen für Kohle, Öl und Gas, den CO2-Preisen am Emissionshandelsmarkt und den Kosten für die Stromnetze. Die EEG-Umlage zur Förderung von sauberem Strom macht nur 22 Prozent des Strompreises aus (Stand 2016).

Mit der Umstellung auf Ausschreibungen trägt das EEG 2017 dazu bei, die Förderung von Neuanlagen kostengünstiger zu gestalten. Dadurch lässt sich die EEG-Umlage stabilisieren, sinken wird sie jedoch nicht. Denn die Förderung aller bereits bestehenden Anlagen gilt für jeweils 20 Jahre und ist nicht veränderbar.

Für das Jahr 2017 beträgt die EEG-Umlage 6,88 Cent pro Kilowattstunde. Für den Stromkunden relevant ist jedoch die Summe aus EEG-Umlage und Börsenstrompreis. Diese erreichte 2013 mit 10,55 Cent pro Kilowattstunde ihren Höchststand. Sie ist seitdem jedes Jahr gesunken und wird im Jahr 2017 bei 9,56 Cent pro Kilowattstunde, also voraussichtlich um etwa 1 Cent pro Kilowattstunde, liegen. Die Summe aus EEG-Umlage und Börsenstrompreis sinkt das vierte Jahr in Folge.

Damit die Stromverbraucher von sinkenden Strompreisen profitieren, kommt es aber auch in Zukunft entscheidend darauf an, dass sie regelmäßig Stromtarife vergleichen und ggf. ihren Stromvertrag oder -lieferanten wechseln.